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Auch in Westfalen-Lippe ist eine koordinierte Versorgung der Osteoporose-Patienten organisatorisch noch nicht gewährleistet mit der Konsequenz erheblicher Fehl- und Unterversorgung. Die Verbesserung dieser Situation soll aufgrund qualitätsorientierter Parameter und definierter Steuerungsprozesse zukunftsorientiert primär von den osteologischen Schwerpunktpraxen gesteuert und durchgeführt werden. 

Ziel dieser Internetseite ist die Umsetzung integrierter und definierter Behandlungsabläufe im Bereich der ambulanten haus- und fachärztlichen Osteoporose-Versorgung unter Berücksichtigung der aktualisierten DVO-Leitlinien aus dem Jahre 2014. 
Von besonderer Bedeutung ist im Falle bereits erlittener Frakturen mit der Verdachtsdiagnose einer Osteoporose die zügige Weiterreichung der betroffenen Patienten aus der Klinik an die osteologischen Schwerpunktpraxen zur weiterführenden Diagnostik und Therapie der Grundkrankheit Osteoporose. Nur so kann das Risiko von Folgefrakturen verringert werden. 

Durch die abgestimmte interdisziplinäre Behandlung soll nicht nur die Ergebnisqualität und Wirtschaftlichkeit der Behandlung erhöht, sondern auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch zwischen Osteologen und zuweisenden Ärzten gefördert und somit ein wichtiger Beitrag zur weiteren Verbesserung der Prozessqualität innerhalb und zwischen den Sektoren geleistet werden.

Angestrebte Ziele sind: 

  • Konsequente Umsetzung der leitlinienbasierten Osteoporose-Diagnostik und Therapie nach der S 3-Leitlinie 2014 des Dachverbandes Osteologie (DVO), was bisher nicht der Regelfall ist. 
  • Erkennen und Steigerung des Anteils der Hochrisikopatienten mit einer spezifischen Pharmakotherapie. 
  • Deutliche Reduktion der Wirbelkörper- und peripheren Frakturen sowie Senkung der Oberschenkelhalsfrakturrate. 
  • Qualitätssicherung in der medizinischen Leistungserbringung. 
  • Beseitigung von Schnittstellenproblemen zwischen Klinik, haus- und fachärztlichem Bereich durch definierte und optimierte Prozessabläufe. 
  • Flächendeckende Fokussierung der Versorgung der Hochrisiko-Patienten auf die osteologischen Schwerpunktpraxen.
  • Controlling der qualitätsgesicherten Leistungserbringung durch verpflichtende Nutzung des nationalen DVO-Osteoporoseregisters und des Sturz-Risiko-Registers. 
  • Flächendeckende Diagnostik mittels Knochendichtemessung und Sturzrisikoanalyse. 
  • Aktive Steuerung der Patienten durch Entwicklung strukturierter Begleitungs- und Beratungsangebote. 
  • Verbesserung der Patienten-Compliance durch individuelle Hilfe und Begleitung nach dem Patientencoaching-Prinzip, Zielvereinbarungen mit dem Patienten, Einführung von Recall-Systemen in den Praxen im 3 Monats-Rhythmus u. a.